22.04.07 | wettbewerb galerie der gegenwart
- D|saarbrücken 2007
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leitidee
Kunstverständnis setzt zum einen die bereitschaft eines jeden einzelnen voraus, sich mit fremden, ungewohnten betrachtungen und interpretationen der realität auseinanderzusetzen, wobei diese bereitschaft umso relevanter wird, desto stärker die eigene, das heißt gegenwärtige realität thema der kunst ist. Zum anderen muss kunst, welcher ausdrucksform sie sich auch immer bedienen mag, raum gegeben werden, der ihr so wenig wie möglich physikalische einschränkungen entgegenbringt, um ihr damit den höchsten grad an entfaltung zu ermöglichen.
Der 4. pavillon der modernen galerie zieht den museumsbesucher durch einen schmalen erschließungscorridor vorbei an glänzenden räumen und flächen in das neue foyer, ein abstrakter weg ins innere. Die ausstellungsräume sind visuell und räumlich gekoppelt und äußerst fexibel, ihre gestaltung und proportion ist neutral, es sind dreidimensionale weiße leinwände, white boxes.
städtebauliches konzept
Die städtebauliche situation wird durch die vorhandene blockrandbebauung der innenstadt und dem lauf der saar bestimmt, zwischen diesen beiden elementen spannt sich eine erweiterte grüne uferzone mit den solitärbauten des staatstheaters, der musikhochschule und des ministeriums auf. Dieser zone öffentlicher nutzung kommt eine hohe städtebauliche bedeutung zu. Sie dient als rekreationsfläche, als puffer zwischen autobahn und stadt und als verbindungselement zum saarufer.
Der 4. pavillon ergänzt das vorhandene gebäude-ensemble der modernen galerie. Er besetzt dabei die freifläche vor der modernen galerie und schafft so die städtebauliche verknüpfung zwischen der innenstadtbebauung und den solitärbauten.
Der straßenraum wird durch den neubau des museums verengt und gefasst. Die freifläche vor dem museum und der musikhochschule wird zum gestalteten öffentlichen raum. Dieser raum definiert sich in der neuen städtebaulichen situation als museumsvorpatz und dient als kommunikations- und erschließungsfläche. Die räumliche verbindung zum saarufer wird durch eine klare staffelung von unterschiedlichen niveaus strukturiert und gestärkt.



